Im November 1504 ging Hohenzell in Flammen auf. Pfälzische Soldaten hatten gebrandschatzt.
Am 25. April brach beim Bäcker in Hohenzell durch Fahrlässigkeit ein Feuer aus, das mit Schnelligkeit um sich griff und sechs Häuser (Nr. 2, 3, 19, 20, 21, 22) in Asche legte. Die Eberschwanger waren mit Feuerhaken gekommen und rissen die mitten im Dorf stehende Schmiede nieder. So retteten sie das obere Dorf. Die Kirche konnte nur mit äußerster Anstrengung vor den Flammen bewahrt werden.
In der Nacht auf den 10. Februar wurde der damals in Oberham befindliche aus Holz gebaute Pfarrhof samt den weitläufigen Wirtschaftsgebäuden und dem Kaplanhaus durch Brandlegung ein Raub der Flammen. Den Bemühungen beherzter Männer war es zu danken, dass die übrigen Häuser von Oberham vor der Einäscherung verschont blieben. Bei diesem Brand gingen leider auch alle Pfarrdokumente zugrunde. Die Brandstätte des Pfarrhofs mit Obstgärten, Wiesen und drei Fischweihern im Ausmaß von etwa vier Joch wurde um 515 Gulden an den Wirt in Geiersberg verkauft. Der Pfarrherr musste bis zu Fertigstellung des neuen Pfarrhauses im Jahre 1790 im Mesnerhaus Obdach nehmen. Der Grund zum Bau des Pfarrhofes wurde vom Wirt in Hohenzell um 250 Gulden gekauft.
Die Gemeinde schafft eine Feuerspritze an, rüstet sich mit Feuerleitern und Feuerhaken aus und stellt eigens für die Brandbekämpfung Eimer bereit. Die Ausgaben dafür beliefen sich auf 400 Gulden.
In diesem Jahr brannte das Spitzendach des Glockenturms der Kirche infolge eines Blitzschlages ab.
Am 3. Mai war in Hohenzell Feuer ausgebrochen, durch das nicht nur die Mühle, sondern auch die Häuser Nr. 12 und 13 in Flammen aufgingen. Schnelle Hilfe und mutiger Einsatz verhinderten ein Weitergreifen des Feuers.
Im April brannte das Kleinhaus zu Breitsach nieder. Nach kompetenter Aussage soll es beim Bach gestanden sein und Teile (leicht angesengte Balken) sollen beim Wiederaufbau des Hauses an anderer Stelle (Bachbauer in Breitsach) verwendet worden sein.
Um den Feuerschutz zu verbessern, kaufte man eine neue Handdruckspritze mit Wasserschlauch und errichtete dafür eine Remise.
In der Nacht zum 24. September wurden das Bergergut in Blindeneck und zwei weitere Häuser ein Raub der Flammen. Die zwei Häuser wurden nicht mehr aufgebaut.
Die alte Feuerwehrspritze wurde nach Emprechting gebracht und dort aufgestellt.
Am 8. Oktober brach in der Nacht beim Rodlbauer in Wöging ein Brand aus, der durch einquartierte italienische Ziegelschläger verursacht worden war. Das Feuer zerstörte nicht nur diesen Hof, sondern auch die zwei nebenstehenden Bauernhöfe, den des Schoppbauern und den des Auleitners.
Eines Nachmittags im August loderte das Dach des Kellergasthauses in Hohenzell in hellen Flammen. Die Gefahr für das Dorf war sehr groß. Zum Glück drehte der Wind gegen das freie Feld, so dass nur dieses Objekt eingeäschert wurde. Den Brand hatte ein elfjähriges Mädchen verursacht.
Am 29. August brannte das Schusterbauerngut in Engersdorf ab.
Am 27. September, einem Sonntag, entstand am Vormittag im Schmiedhaus in Roith ein Feuer, das mit Schnelligkeit noch fünf andere Häuser ergriff und einäscherte.
Im Sommer 1875 schlug der Blitz in den Hahn der Kirche, ohne aber größeren Schaden am Gotteshaus anzurichten, jedoch der Wetterhahn wurde so arg beschädigt, dass er daraufhin entfernt wurde. An seiner Stelle und über dem Turmkreuz der Kirche wurden Blitzableiter angebracht.
Das Jahr war überreich an Gewittern. Beim ersten Gewitter zündete der Blitz beim Bauerngut in Größling in der Gemeinde Eberschwang, das zur Gänze niederbrannte. Am 14. Juli wurde das Kleinbauerngut zu Kraglern durch Blitzschlag und darauf folgenden Brand vollkommen vernichtet.
Erhielt das Pfarrhofgebäude eine Blitzschutzanlage.
Leider haben alle Anstrengungen, dem entfesselten Element Einhalt zu gebieten, lange Zeit nicht den gehofften Erfolg gebracht, denn es fehlte trotz der angekauften Löschgeräte an der nötigen Übung in der Handhabung derselben und vor allem an einheitlicher Führung.
Um diesen Übelständen begegnen zu können, wurden in größeren Orten Institutionen geschaffen, in welchen sich die Männer vereinigten, die bislang bei Bränden, bei Hochwasser und anderen Naturkatastrophen von sich aus spontan uneigennützig geholfen hatten, Leben und Hab und Gut des Nächsten zu schützen. Weitere Überlegungen, die zu Gründung der Freiwilligen Feuerwehr geführt haben, dürften gewesen sein: Anpassung der Ausrüstung an den jeweils letzten Stand der technischen Entwicklung und vor allem Konzentration und Intensivierung der Ausbildung.
Auch die Gemeinde Hohenzell ging daran, eine Freiwillige Feuerwehr auf Vereinsbasis aufzubauen. Es wurden hierfür einige Statuten beraten und verfasst, die am, 28. Dezember 1879 vom Leiter der hohen k. u. k. oberösterreichischen Statthalterei Linz, laut Bescheid, ZI.12836 die Zustimmung und Genehmigung erhielten. Kurz darauf wurde die Freiwillige Feuerwehr Hohenzell tatsächlich ins Leben gerufen, wobei gleich 70 aktive und 2 unterstützende Mitglieder der Wehr beitraten. Acht verdiente Bürger, die sich schon früher bei der Bekämpfung von Bränden besonders hervorgetan hatte, wurden als Ehrenmitglieder aufgenommen. Die Wehrmänner wurden in drei Abteilungen, in die der Steiger, der Schutzmannschaft und der Spritzmannschaft mit je einem Obmann an der Spitze, eingeteilt. Über allen stand der von den Mitglieder gewählten Feuerwehrhauptmann, dessen Befehl und Leitung sämtliche aktive Feuerwehrmänner unterstanden. Ein Stellvertreter und ein Rechnungsführer standen ihm als Helfer zur Seite. Erster Hauptman war Johann Steingreß, Müller in Geinering.
Nun wurden auch die Gerätschaften auf den damals letzten Stand gebracht. Zu den zwei vorhandenen Feuerspritzen schaffte man eine Saugspritze mit 200 Meter langen Schläuchen und andere notwendige Requisiten neuerer Art an. Auch sonst rüstete man die Mannschaft vollständig aus. Für diese Anschaffungen musste ein Betrag von 1300 Gulden aufgewendet werden.
Die Aufgaben für die Feuerwehr waren enorm, denn die damalige Gemeinde Hohenzell umfasste das gesamte heutige Gebiet von Hohenzell, Peterskirchen und St. Marienkirchen, sowie beträchtliche Teile des derzeitigen Territoriums von Ried und Tumeltsham. Die Gemeinde war ungefähr doppelt so groß an Ausdehnung und Einwohnerzahl – was für die damaligen Verkehrsmöglichkeiten beträchtliche Distanzen waren.
Leider sind über Jahrzehnte keine Aufzeichnungen vorhanden. Die Quellen zu den bis 1920 angeführten Ereignissen sind mündliche Überlieferung, sind Aussagen betagter Menschen.
Am 5. Jänner wurde die Ortschaft Emprechting mit ihren damals neun Häusern ein Raub der Flammen. Nicht alle Gebäude wurden wieder errichtet. Ursache dieser Katastrophe war Brandlegung.
Gründung der FF Ponner.
Ein Blitz entzündete die Wagenhütte des Jungerbauern in Breitsach.
Am 5. Oktober wurde das Haus „ Jagerl in der Plöck“ durch Brandlegung vernichtet. Das Feuer griff auf den Lindnerhof über, und auch dieser wurde bis auf die Grundmauern eingeäschert.
Die Hofstatt des Hansenbauern in Breinigsham brannte vollständig nieder; wurde nicht mehr aufgebaut.
Scheunenbrand beim Schobernbauern in Aching. Im selben Jahr brannte die Kunstmühle Bleckenwegner im Ort Hohenzell zur Gänze nieder. An der gleichen Stelle wurde sie wieder nach dem damals neuesten technischen Stand wieder aufgebaut. Finanzielle Schwierigkeiten zwangen den Besitzer allerdings zum Verkauf des Objekts, dass dann als Molkerei umgebaut wurde (wahrscheinlich 1912).
Fahnenweihe bei der Feuerwehr Hohenzell
Am 26.06.1908 gab es in Hohenzell ein großes Fest. Die Feuerwehr hatte eine sehr gefällige Fahne entwerfen und anfertigen lassen. Die k. u. k Bezirkshauptmannschaft Ried gab mit Bescheid ZI:10002 mit der Unterschrift des Bezirkshauptmannes Karl Planck, Edler von Planckenburg, ihre Zustimmung zum Tragen der Fahne. Die Fahnenweihe wurde in sehr würdiger und festlicher Weise begangen.
Im Jahre 1912 wurde diese Fahne, die beim Müller in Geinering aufbewahrt wurde, durch Blitzschlag beschädigt. Daraufhin brachte man sie in das gemauerte Haus beim Schobernbauern in Aching.
Überall wo die Hohenzeller Feuerwehr bei Festen eingeladen war, erregte sie nicht nur wegen ihres disziplinierten Auftretens, sondern auch wegen ihrer schmucken Fahne Aufsehen und Bewunderung.
Die Wirrnisse des Zweiten Weltkrieges brachten es mit sich, das diese Fahne, was heute kaum zu verstehen ist, als Altmaterial abgeliefert wurde. Glücklicherweise kam sie durch verschiedene Umstände nicht in den Reißwolf, sondern zu einem Rieder Altwarenhändler. Dort wurde sie nach Beendigung des furchtbaren Ringens in der Welt zufällig entdeckt und nach Intervention befugter Stellen nach Hohenzell zurückgeholt.
Heute wird diese Fahne wie ein Kleinod behütet und geschätzt und nur zu besonderen Anlässen mitgeführt.
Brannte das Söllmann-Anwesen in Reischau durch Brandlegung ab. Die Feuerwehr Hohenzell konnte, nicht zuletzt wegen der für damalige Verhältnisse großen Entfernung vom Ort Hohenzell zu den Ortschaften in der Granitz, nichts mehr retten. Diesen Umstand nahm man zum Anlass, eine eigene Feuerwehr, die Feuerwehr Breiningsham, zu gründen.
Die Hofhütte beim Griesbauern in Dürnberg brannte ab.
Gründung der FF Engersdorf.
Brände in Hilprechting:
Am Ostermontag (28.03.) wurde um ca. 8 Uhr abends an der Scheune beim Rossschneider in Hilprechting Feuer gelegt, das auch auf das knapp danebenstehende Anwesen des Wiesinger übergriff und beide Objekte bis auf die Grundmauern einäscherte.
Am Sonntag darauf (Weißer Sonntag) brannte es beim Davidbauern lichterloh.
Ein Jahr danach wurde der Hof des Albrechtbauern, später der des Pirathbauern ein Raub der Flammen. Alle diese Brände sind von einem Mann gelegt worden, vom dem Menschen, die ihn kannten, sagen, er habe Freude am Leid anderer gehabt. Am Pfingstmontag 1923 tötete er seine Geliebte, von der er meinte, sie könne ihn wegen der Brandlegung verraten, da er sich durchschaut fühlte.
Bei den Bränden in Hilprechting hatte man wieder gesehen, wie wichtig es wäre, eine gut aufgebaute Feuerwehr in der Nähe zu haben. Die Anfahrtswege mit dem Pferdegespann waren viel zu weit. Daher ging man daran, im Jahre 1921 in Emprechting eine Feuerwehr zu gründen, um die Menschen in der Umgebung vor dem verzehrenden Element besser schützen zu können.
Am 27.11.1921 wird Johann Haslinger von Oberham zum Wehrführer der FF Hohenzell gewählt. Die Jahre nach dem Ersten Weltkrieg waren eine schwere Bürde, die es zu tragen galt. Das ehedem so große Österreich war gewaltig geschrumpft, und das kleine Land hatte arg an seiner wirtschaftlichen und politischen Lage zu tragen. Not herrschte allerseits, das Geld hatte seinen Wert verloren. Fleißige Menschen haben über Nacht ihre Ersparnisse eingebüßt. Die Inflation raffte alles hinweg.
Sie machte natürlich auch vor der Feuerwehr nicht halt. Der Mitgliedsbeitrag musste auf 5000 Kronen erhöht werden.
Die Generalversammlung fasste den Entschluss, das bestehende Kriegerdenkmal zu erweitern.
Johann Haslinger legt seine Stelle als Wehrführer nieder, Karl Zweimüller, Schlermer in Oberham, wird gewählt.
Im selben Jahr musste wegen der galoppierenden Inflation der Mitgliedsbeitrag auf 10 000 Kronen angehoben werden. Auf Beschluss der Versammlung bekam der Vereinsdiener 150 000 Kronen jährlich, und die Feuerwehr selbst konnte auf einen Kassastand von 1 498 686 Kronen hinweisen. Dies war wohl mit Sicherheit der zahlenmäßig höchste Stand, doch konnte man dafür nicht viel kaufen, denn 1 Kilo Brot kostete damals 10 000 Kronen.
Georg Linder wird zum Wehrführer gewählt.
In diesem Jahr werden Hochdruckschläuche mit Kupplungen, Stahlrohr und Übersetzungsstück angekauft.
Hw. Herr Karl Sonntag, Pfarrer in Hohenzell, wird zum Ehrenmitglied ernannt.
Zur Aufbringung des Geldes zum Ankauf einer Motorspritze von der Firma Gugg in Braunau wurde im Bereich der FF Hohenzell eine Sammlung von Haus zu Haus durchgeführt und der Betrag von S 3568,- von der Bevölkerung gespendet. Diese Summe und das vorhandene Geld reichten nicht aus. Es musste bei der Vorschuss- und Darlehnskasse ein Betrag von S 600,- ausgeliehen werden.
Zur gleichen Zeit wurde eine Rauchmaske angekauft. Herr Andreas Schreinmoser wird einstimmig zum Ehrenmitglied ernannt und als Mitbegründer der Feuerwehr wird ihm ein Diplom überreicht.
Die neue Motorspritze sollte am 9. Juli im Rahmen des 50jährigen Gründungfestes gesegnet werden. Infolge des großen Sturms am 4. Juli 1929 konnte das Fest nicht abgehalten werden und wurde auf das Jahr 1930 verschoben.
Am 5. und 6 Juli wurde nun das Jubiläum feierlich begangen. Am Vorabend wurden Theaterstücke aufgeführt, Feuerwerke abgebrannt, es gab Festbeleuchtung und ein großes Konzert der Musikkapelle.
Am Sonntag war um 6.30 Uhr Ausrückung zu Gedächtnismesse, von 11.30 bis 13.00 Uhr Empfang der 25 teilnehmenden Feuerwehren, der zwei Musikkapellen und der drei Fahnen. Um 14 Uhr fand bei herrlichem Wetter die Aufstellung zum Festzug und die Segnung der Motorspritze statt. Für den Fähnrich und seine Begleiter waren eigens für dieses Fest weiße Hosen angeschafft worden.
Am 8. Juli brannte das Wimmeranwesen in Kreuzhub ab.
Johann Haslinger, Obmann der Schutzmannschaft, wird zum Ehrenmitglied ernannt.
Am 1. Juni wird das Haus des Josef Manhartsgruber in Obermauer 6 ein Raub der Flammen.
Im Laufe des Sommers wird das Spritzenhaus repariert.
Die Feuerwehr gewährt Kursteilnehmern S 5,- Vergütung und kauft für Kurszwecke vier Zwillich-Monturen.
Bei der Inspizierung durch den Landes-Feuerwehrführer wurden die Leistungen der FF lobend anerkannt und für die selbstlose Arbeit gedankt.
Der Anschluss Österreich an Deutschland hatte auch für die Feuerwehren Folgen. Sie wurden als Vereine aufgelöst und ihr Vermögen bzw. ihre Schulden gingen an die Gemeinde über. Die Feuerwehren waren ab nun öffentliche Körperschaften und hießen "Deutsche Feuerschutzpolizei".
Lt. Erlass der Landeshauptmannschaft vom 2. Juli 1938 wurde die sofortige Rückführung und Zusammenlegung aller in einer Ortsgemeinde bestehenden Feuerwehren angeordnet.
Die FF unternahm erstmals Übungen in künstlicher Beatmung.
Das Staatsekretariat für das Sicherheitswesen erlaubt lt. Erlaß vom 06.04.1939 wohl die Teilnahme von Feuerwehrmännern an Begräbnissen, doch durften sie in die Kirche nicht mitgehen. Die Mitwirkung an Prozessionen wurden gänzlich untersagt.
Am 21.1. legt Wehrführer Georg Linder seine Stelle zurück und Franz Trauner, Rottenbauer in Oberham, wird zum Löschzugführer (Obertruppführer) ernannt, Josef Itzinger, Ziegelgruber, wird Gemeindewehrführer, der über allen Löschzügen der Gemeinde stand.
Am Allerseelentag diesen Jahres brach in der Scheune beim Kern in der Haid Feuer aus. Der Stadl wurde vernichtet.
Am 14.7. brannte die Scheune beim Tofferlbauern in Engersdorf. Da keine Pferde zu Verfügung standen, wurde der Spritzwagen an ein Molkereiauto angehängt.
Der Erlass des RMI (Reichsministerium für Inneres) vom 24. 1. besagte, dass die Einkleidung der HJ- aus Mitteln der Feuerschutzsteuer beglichen werden konnte.
Brandeinsatz am 2.8. in Gonetsreith.
Im August starb Gemeindeführer Josef Itzinger.
Am 16. September schlug der Blitz in die Baulichkeiten bei Streif in Hasledt.
Der Landrat teilt mit, dass die Löschwasservorsorge (Löschwasserteiche) in der Gemeinde Hohenzell nicht ausreichend ist.
Franz Bachinger, Restinger in Brandler, wird Gemeindewehrführer.
Am 19. April fand zwischen dem Reichskommissar und dem Reichsführer der Feuerwehr Oberdonau ein Übereinkommen statt, wonach alle Angehörigen der FF zum allmonatlichen Gauwehrmannschaftsdienst zusammenkommen mussten (Schießübungen).
Am 4.8. brannte die Scheune des Albrechtbauern in Hilprechting durch Blitzschlag ab. Einsatz des Löschzuges Hohenzell beim Brand beim Bauern in Größling (Eberschwang).
Am 22.5. war in Ried ein Lehrgang im Erkennen von Blindgängern und Beseitigung nichtdetonierter feindlicher Brandabwurfmunition. Drei Männer der Fw. Hohenzell nahmen daran teil.
Der Krieg und das Deutsche Reich gingen ihrem Ende entgegen. Im Februar mussten alle Uniformen, die für den Dienst nicht unbedingt notwendig waren, als "Volksopfer" abgegeben werden. Alle unersetzbaren Gemeindewehrführer, Gruppenführer, Motorführer und Maschinisten wurden vom Volkssturm UK gestellt.
Das furchtbare Ringen des Zweiten Weltkrieges war zu Ende. Viele Frauen haben ihre Männer, Mütter ihre Söhne, Kinder ihre Väter verloren. Auch in die Reihen der Feuerwehr hat der Krieg große Lücken gerissen. Doch das Leben ging weiter, wenn es auch noch so trist aussah. Die Kriegsgefangenen kehrten allmählich in die Heimat zurück und trotz der bitteren Erfahrungen der Kriegsjahre gingen sie mit ungebrochenem Idealismus daran, die Freiwillige Feuerwehr neu aufzubauen.
Im Oktober 1945 wurden auf Befehl der amerikanischen Militärregierung alle Titel, Rangbezeichnungen und Dienstgradabzeichen geändert.
Eine der Grundlagen für den Neuaufbau war der Ankauf des Fahrgestells eines Steyr 1500 A (Allrad) unter Bürgermeister Poringer, das in gemeinschaftlicher Arbeit von besonders aktiven Mitgliedern fahrbereit gemacht wurde.
Den Aufbau als Rüstwagen besorgte die Firma Feldweber in Ried. Dieses Fahrzeug wurde auch zum Schneeräumen verwendet, wobei ein Holzschneepflug angehängt wurde.
Erst am 9.3.1947 wurde wieder eine Generalversammlung einberufen. Löschzukommandant Franz Trauner gedachte in Vertretung des nicht erschienen Gemeindewehrführers Bachinger der vielen gefallen Kameraden.
Die Feuerwehr bekam aus den Restbeständen des RLM (Reichsluftschutz) eine DKW-Motorspritze, wobei sich der damalige Beziksfeuerwehrkommandant Glechner besonders initiativ zeigte. Außerdem erhielt Hohenzell eine komplette Feuerwehrausrüstung, und die FF Ponner konnte sich ebenfalls einer neuen Spritze erfreuen.
In diesem Jahr erhielten alle ehemaligen Feuerwehren ihre Selbständigkeit, die sie während der Zugehörigkeit unseres Vaterlandes zu Deutschland verloren hatten, vom LKF (Landesfeuerwehrkommando) 15 Blusen; das Kommando beschloss den Ankauf eines Schaumstrahlrohres, stockte den Schlauchturm auf und ließ im alten Feuerwehrdepot (heute Raika) eine Sirene einbauen.
In diesem Jahr werden von der Feuerwehrschule in Linz 15 Gasschutzanzüge aus Gummi als Regenschutz für die Mannschaft, für das Feuerwehrauto Schneeketten besorgt.
Brand beim Lehmbauern in Grothental. Die Hohenzeller Feuerwehr erschien besonders schnell am Brandplatz und trug dadurch tatkräftigst zur Bekämpfung des Feuers bei.
Am 1. Mai brannte beim Bauern in Blindeneck Scheune, Ställe und Wohnhaus bis auf die Grundmauern nieder.
Die Feuerwehrmänner von Hohenzell hatten es besonders schwer, denn sie standen wegen Ausfällen bei anderen Wehren 21 Stunden ununterbrochen im Einsatz. Die FF greift entscheidend beim Waldbrand in der Großen Frei am 13.6. ein und hilft, den Brandherd einzuengen und auf eine kleine Fläche zu beschränken.
Barackenbrand im IRO-Lager in Ried.
Brand beim Lenzenbauern in Stocket am Ostermontag. Das Feuer war durch Feuchtigkeitsschluss im Heuboden ausgebrochen. Die Hohenzeller Feuerwehr war als erstes an der Brandstelle erschienen und konnte in Zusammenarbeit mit anderen Wehren das Wohnhaus und die Hofhütte retten.
Am 12. Jänner brach im Schleifraum des Sägewerks Aigner in Aching ein Feuer aus, das aber noch vor Eintreffen der Feuerwehr bezwungen werden konnte, so dass nur mehr Sicherungsarbeiten notwendig waren.
Unter dem Ehrenschutz des Landesfeuerwehrkommandanten Hartl fand am 30. Mai das 75jährige Gründungsfest der FF statt. Im Rahmen des Festes gestaltete der von 1951 bis 1955 bestehende Feuerwehrchor unter Leitung von Josef Aspöck, Wagner in Hohenzell, den musikalischen Teil der Vorabendmesse. Dieser Chor trat auch bei anderen Anlässen mit seinem wohlklingenden Gesang in Erscheinung. Am Fest nahmen 25 Wehren aus der näheren und weiteren Umgebung teil.
Hochwassereinsatz am 14. und 15. Juli 1954 in Linz.
Errichtung einer betonierten Löschwasseranlage in der Ortschaft Plöck.
Verpflichtung der FF Hohenzell als Katastrophenhilfsdienst der Gemeinde, insbesondere zur Abwehr von Hochwasserschäden und zu technischen Hilfeleistungen.
Am 2. Juli brannte die Bienenhütte des Herrn Georg Wimmer ab.
Am 28. Oktober wurde die ausgediente Gugg-Motorspritze von der Gemeinde als Altmaterial verkauft.
Ausrückung zu den Bränden beim Schusterbauern in der Gensen (Andrichsfurt) und der Schifabrik Fischer in Ried. Im Laufe dieses Jahres wurde das Spritzenhaus abgetragen, da der Platz für den Neubau der Raiffeisenkasse gebraucht wurde.
Die Gemeinde stellte die Garage im Wirtschaftshof als neues Feuerwehrdepot zur Verfügung.
Errichtung einer Schlauchtrocknungsanlage in Form eines Elektro-Nachtspeicherofens mit 6 kW.
Dieses Jahr brachte einen schönen Erfolg für unsere Wettbewerbsgruppe, die unter 38 Teilnehmern den Sieg erringen konnte und das silberne Leistungsabzeichen erwarb.
Ankauf des ersten Tanklöschfahrzeuges unter Bürgermeister Johann Pumberger.
Kommandant Josef Glechner, der wesentlichen Anteil am Aufschwung der FF Hohenzell nach dem Zweiten Weltkrieg hat , war es, der immer wieder auf die Notwendigkeit der Anschaffung eines TLF aufmerksam machte. Aus zwei gebrauchten Fahrgestellen, die zur Verfügung standen, bauten geschickte Feuerwehrkameraden in vielen Stunden gemeinsamer Arbeit nach des Tages Mühen ein brauchbares Chassis zusammen.
Den Aufbau des TLF besorgte die renommierte Firma K. Rosenbauer, Linz. Die Ausgaben für das TLF stellten sich auf S 169 000,-.
Dieses Tanklöschfahrzeug war das erste in einer Landgemeinde in Oberösterreich.
Am 4. Juli hatte das TLF beim Hüttenbrand (Blitzschlag) der Familie Kettl (Hölzbauer) in Wötzling seine Feuertaufe im wahrsten Sinne des Wortes zu bestehen. Durch die rasche Einsatzbereitschaft mit dem neuen TLF konnte ein Übergreifen des Brandes auf das neuerbaute Wohngebäude verhindert werden. Die Anschaffung des TLF hatte sich bei seinem ersten Einsatz voll und ganz bewährt, und nun wurde der Ankauf auch von denen als gut und zweckmäßig anerkannt, die ihn vorher als überflüssig und zu kostspielig abgetan hatten. Einige Tage nach dem ersten bewährten Ausrücken mit dem TLF fand die Segnung desselben im Rahmen eines groß aufgezogenen Feuerwehrfestes statt. Ein riesiges Zelt war auf dem Platz vor dem Wirtschaftshof aufgestellt worden. Die zahlreichen Besucher (1300!) erfreuten sich am flotten Spiel der Musikkapelle Hohenzell und am abwechslungsreichen Programm des Festabends, dessen einzelne Punkte der Humorist Karl Stiegler aus Schärding in seiner trefflichen Weise zu verbinden wusste.
Am Festtag selber konnten 29 Feuerwehren empfangen werden.
Brandeinsätze:
29.8. bei Pfeiffer in Straß (Eberschwang)
23.10. Hiaslbauern in Rabenberg
7.11. Fa. Wiflingeder, Ried
27.11. Rohöl AG in Blindeneck
Landesfeuerwehrkommandant Hartl spricht dem Kommando für die mustergültige Einrichtung der Zeugstätte und der tadellosen Ordnung bei den Geräten und Büchern den Dank und die Anerkennung aus.
Ankauf von zwei Atemschutzgeräten durch die Gemeinde.
Abtragen der Pfarrhofscheune durch die Feuerwehr.
8.7. Brand im Stallgebäude des Gasthofes Spitzer in Hohenzell.
27.8 Brand bei Blasl in Haging (Scheune und Stallgebäude).
Mähdrescherbrand bei Raschhofer in Langstadl.
Am 12. Dezember Hütten- und Dachstuhlbrand bei Oberreiter bzw. Mittermeier in Hohenzell. Über besondere Vorkommnisse hüllt der Chronist den Mantel des Schweigens.
Brand am 16.8. bei Albrecht in Königsberg (Eberschwang).
Ausrückungen:
13.3 Ziegelwerk Danreiter, Ried
19.9. Albrechtbauer in Pilgersham
25.11. und 27.11. Tischlerei Lederbauer, Eberschwang.
Hier konnte die Feuerwehr Hohenzell mit den Atemschutzgeräten bei der Bekämpfung des Brandes besonders helfen.
Durch Funken aus dem Traktorauspuff ging die Scheune des Irger-Bauern in Dalling in Flammen auf. (20.8.)
20.10. Brand beim Magerlbauern in Langstadl.
Anschaffung einer Zapfwellenpumpe.
Am 14. Dezember wurde das 90jährige Bestandsjubiläum in Form eines Familienabends gefeiert.
Im Jahr 1970 erhält die Feuerwehr ein drittes Atemschutzgerät.
Der 5. Nasse Bezirkswettbewerb der Fw. Feuerwehren wurde in Hohenzell durchgeführt. 55 Gruppen nahmen daran teil. Die Feuerwehr Hohenzell hat diesen Bewerb bestens vorbereitet und organisiert
Brandeinsätze:
Hausbrand in Hinteregg (Geiersberg)
2 kleine Waldbrände bei Mauler,
Reifenbrand auf der Fernstraße an Anhänger der Baufirma Bayer, Haag a. H.
16.3. Ziegelbrand bei Hannak in Eberschwang
Brände:
3.5. in Hof (Pattigham)
10.7 Zeltbrand in Breiningsham
24.10. Altes Haus, Stall und Werkstätte bei Weiermann, in Hohenzell
Als Dank für die großen Leistungen, die die O.Ö. Feuerwehrjugend in den vergangenen Jahren durch Restaurierung eines Kriegerfriedhofes in Sistiana - Aurisina bei Triest hervorgebracht hat, stellte das Land Oberösterreich ihr Heim in Castelfeder (Südtirol) für diese Jungfeuerwehrmänner zur Verfügung. Auch zwei Hohenzeller waren eingeladen worden. Für sie sollte es eine Woche der Freude in diesem herrlichen Schigebiet der Dolomiten werden. Das tragische und folgenschwere Seilbahnunglück von Cavalese am 9. März 1976, das 42 Menschenleben forderte, ließ die Freude jäh ersterben. Bei den Opfern waren sieben Feuerwehrkameraden aus Oberösterreich, unter ihnen auch Ernst Guggenbauer, das einzige Kind der Schmiedmeisterfamilie Guggenbauer. Unsagbar ist das Leid, das die Familie traf. Was half die Welle von Mitgefühl und Anteilnahme.
Am 16. März 1976 wurde Ernst Guggenbauer zu Grabe getragen. Zahlreiche Feuerwehrkameraden, seine Mitschüler und Lehrer und eine große Trauergemeinde gaben ihm das Geleit.
Wohl das schönste Geschenk, das sich eine Feuerwehr zum "Hunderter" wünschen kann, wurde unserer Wehr beschert, ein Tanklöschfahrzeug modernster Bauart mit Wasserwerfer.
Bürgermeister ÖR Georg Graml setzte sich dafür ein, dass die Mittel zum Ankauf von der Gemeinde bereitgestellt wurden. Die Feuerwehr selbst war allerdings auch nicht untätig. Viele Vorarbeiten mussten erledigt werden. Bei der Sammlung von Haus zu Haus konnten der Kommandant Johann Spitzer und seine Männer die Erfahrung machen, dass die ganze Gemeindebevölkerung nicht nur ein Herz, sondern auch eine weit offene Hand für ihre Ortsfeuerwehr hat, dass sie die selbstlose Arbeit aller Feuerwehren der Gemeinde zu schätzen weiß und auch bereit ist, beträchtliche Mittel für ihre Schlagkraft aufzubringen.
Die Anschaffungskosten des TLF mit notwendigen Ausrüstungsgegenständen beliefen sich auf S 868 000,-, wobei die Gemeinde S 288 000,- leistete, die Haussammlung S 140 000,- erbrachte, das Landesfeuerwehrkommando S 250 000,- beisteuerte und den Rest von S 190 000,- gab das Land Oberösterreich in Form von Bedarfszuweisungen.
Scheunenbrand beim Tofferlbauern in Engersdorf am 30. Jänner.
Neubau des Zeughauses und Ankauf einer Motorspritze der Freiw. Feuerwehr Breiningsham.
Neubau eines geräumigen Zeughauses der Freiw. Feuerwehr Ponner.
Großbrand bei Team7 in Ried.
Zeughaus- und Fahrzeugsegnung (KLF) der Freiw. Feuerwehr Emprechting.
Am 19. Dezember kam es in Langstadl zu einem äußerst gefährlichen Unfall, als sich ein Tankwagen in ein riesiges Lager mit Gasflaschen bohrte. Ein kleiner Funke hätte eine Explosion mit unabsehbaren Folgen auslösen können.
Ankauf eines KLF Mercesdes 310 Allrad durch die Freiw. Feuerwehr Breiningsham, bis dahin waren Mannschaft und Gerät auf einem Anhänger mit Traktorvorspann.
Silobrand bei JOWE - Wellinger in Stocket.
Blitzschlag beim Kern in Vöglleiten. Durch rasches Eingreifen mit dem TLF konnte der Brand im Keime gelöscht und somit ein Großbrand verhindert werden.
Die Freiw. Feuerwehr Ponner wird mit einem Kleinlöschfahrzeug der Marke Mercedes 310 Allrad ausgerüstet. Der traktorgezogene Zweiradanhänger hat somit ausgedient.
Am 25. Februar brannte die Scheune beim Lenzenbauern in Aigen infolge Funkenflug aus dem Traktor ab.
Das Wohnhaus von Kollnberger in Breiningsham wurde am 12. April infolge eines elektrischen Defekts ein Raub der Flammen.
Bei einem heftigen Gewitter, welches auch in Hohenzell ein riesiges Hochwasser zur Folge hatte, löste ein Blitzschlag im Wohnhaus der Familie Standhartinger in Oberham einen Brand aus, der beträchtlichen Schaden anrichtete.
Wohnhausbrand beim Lenzenbauern in Aigen am 24. Mai.
Am 21. August kam es zu einem gefährlichen Großbrand bei der Fa. EUROL in der Bahnhofstraße in Ried.
Nur einen Tag nach der Segnung des neuen Feuerwehrhauses am 15. August musste dieses eine erneute "Wassertaufe" bestehen - das Jahrhunderthochwasser konnte zwar in das Haus eindringen, richtete jedoch keine größeren Schäden an.
Scheunenbrand beim Hofbauern in der Haid am 10. März. Am 5. Oktober fand im Rahmen eines würdigen Festes die Segnung des neu erbauten Zeughauses der Freiw. Feuerwehr Engersdorf statt.
In diesem Jahr wurde die erste Website für die FF Hohenzell erstellt.
Am 10. Juni erfolgte die Übergabe des neuen Rüstlöschfahrzeuges RLFA-2000 durch die für den Aufbau beauftragte Firma Seiwald aus Oberalm (Hallein).
Musste am Vortag das alte Tanklöschfahrzeug an seinem letzten Einsatztag noch einmal zu einem Einsatz ausrücken, so stand es tags darauf klar im Schatten des wunderschönen Rüstlöschfahrzeug RLFA-2000.
Nach der Übergabe des 280 PS starken Mercedes durch Firmenchef Andreas Seiwald folgte eine grobe Erklärung und Einschulung der Grundfunktionen. Das Fahrzeug verfügt über modernste technische Einrichtugnen und bietet Platz für 6+1 Einsatzkräfte.
Beim 3. Feuerwehr-Website-Wettbewerb (veranstaltet von der Firma Dräger) wurde die Homepage der Feuerwehr Hohenzell mit 4 von 5 möglichen Helmen ausgezeichnet.
Auslieferung des neuen KLF:
Am Abend des 3. Februar 2011 wurde das lang ersehnte Kleinlöschfahrzeug durch die Firma Seiwald aus Oberalm ausgeliefert und ersetzt ab sofort das 36 Jahre alte KLF.
10 Jahre nach dem Ansuchen bei der Gemeinde und ca. 3 Jahre nach Beginn der Planungsarbeiten war es nun endlich soweit. Um Punkt 18 Uhr trafen Mitarbeiter der Firma Seiwald mit dem neuen KLF in Hohenzell ein.
Im März wurde die Website der Feuerwehr Hohenzell neu gestaltet.